PRESSEMITTEILUNG

Donnerstag, 24. November 2011 10:00

Feuerwehr Lyss: Retten, Schützen, Löschen

So könnten kurz die Hauptaufgaben der Feuerwehr Lyss umschrieben werden, wie dies Kommandant Stephan Mathys erläutert. Zur weiteren Steigerung ihrer Effizienz und ihrer technischen Möglichkeiten bei ihren Rettungseinsätzen verfügt sie seit kurzem über eine neue Autodrehleiter auf einem Scania P320.

Die Stützpunkt-Feuerwehr Lyss verfügt heute über die eindrückliche Zahl von 117 Angehörigen (darunter 8 Frauen!). Dies in Form von 4 Einsatzzügen in Lyss und 1 im benachbarten Worben. Stützpunktfeuerwehr darum, weil sie gemäss kantonalem Konzept für Grossrettungsgeräte von einer ganzen Anzahl umliegender Gemeinden zur Unterstützung gerufen werden kann. Erstaunlicherweise handelt es sich um eine reine Milizfeuerwehr, d.h. alle Mitarbeitenden stehen im ganz normalen Berufsleben. Dies trifft auch auf den Kommandanten zu, der ein eigenes Unternehmen im Bereich Servicetechnik für Milchproduktion betreibt. Das Kader umfasst 15 Offiziere, unter ihnen auch eine Frau.

Breiter Einsatzbereich
Der Aufgabenbereich umfasst in der Region Lyss/Aarberg einerseits den sog. Alltagsbereich, d.h. erstreckt sich von der Rettung von Personen in jedwelchen Gefahrensituationen, eingeklemmt in Lift, Unfällen auf Baustellen, Stürze in Schächte etc. – einfach auf alles was sich so an Ungemach ereignen kann. Eine wichtige Aufgabe kommt der Feuerwehr auch bei Strassen- und Arbeitsunfällen zu, wo diese von der Polizei oft bei der Rettung und Bergung verunfallter Personen beigezogen wird. Dazu kommen Einsätze bei Elementarschäden (Sturmschäden, Überschwemmungen, Wassereinbrüche etc.), Funktion als Oelwehr, Tierrettungen und vieles mehr. Und selbstverständlich der eigentliche Einsatz bei der Brandbekämpfung, und dies in besagter Reihenfolge: Retten, Schützen, Löschen.

Ernstes und Lustiges
Neben vielen ernsteren Geschehnissen, die auch an den Feuerwehrleuten nicht spurlos vorbeigehen, gibt es auch lustigere Auftritte, so Kommandant Mathys. So beispielsweise beim Wiedereinfangen eines entflogenen Papageis. Nach mehrmaligem Entwischen des letzteren, kam ein Feuerwehrmann auf die Idee, den Vogel einfach mit Löschschaum „flugunfähig“ zu spritzen. Und dies mit Erfolg (für die Tierschützer: nach entsprechender Dusche war das Tier wieder voll „funktionsfähig“).

Die Fahrzeugflotte
Diese umfasst 5 schwere Einsatzfahrzeuge sowie 5 leichte Multifunktionswagen. Beim “Neuen“, der nach akribischer Evaluation (umfassendes Pflichtenheft) ausgewählt wurde, entschied man sich für einen Scania P320 DB 4x2 MLB 49 Euro 5 Frontlenker, mit automatisiertem Opticruise-Getriebe und einer Kabine mit 3 Sitzplätzen, geliefert von der Reinhard Nutzfahrzeuge AG Kallnach. Den Leiteraufbau lieferte die spezialisierte Firma Rosenbauer-Metz. Die eindrücklichen Daten der Drehleiter: eine Rettungshöhe von bis zu 32 m mit einem 4 Personen Rettungskorb und einer maximalen Korbbelastung von 450 kg.

Der Scania P320 habe sich bisher bestens bewährt, die Fahrer seien voll des Lobes, nicht zuletzt weil das Opticruise-Getriebe sich als vollumfänglich „milizfähig“ erwiesen habe – so Kommandant Stephan Mathys mit einem Schmunzeln.